Diese Zahl zeigte der Gesamtkilometerzähler stolz, als Eike und ich vor gut einem Monat den Zylinderkopf meines Mx-5 gewechselt haben.
Der Alte hat es zwar noch getan (der Motor lief noch relativ gut), allerdings war die Kopfdichtung sowas von platt, dass man auf dem Parkplatz zuhause Ölbohrungen durchführen und garantiert ein paar Tröpfchen raufpumpen könnte :-D
Der Wechsel der Köpfe gestalltete sich dann eigentlich relativ simpel, obwohl wir dies beide noch nie vorher gemacht haben. Angefangen mit der Demontage aller Anbauteile wie Zündspule/-kabel, Ventildeckel, Abgaskrümmer, sämlticher Riemen, etc. hing der alte Kopf samt Ansaugbrücke schnell am Hacken vom Motorkran.
Danach wurden die Nockenwellen und der Drehwinkelgeber vom alten in den neuen Kopf getauscht. Die Ansaugbrücke wurde gereinigt und die Einspritzdüsen noch mit neuen O-Ringen versehen.
Selbstverständlich haben wir auch alle 16 Hydrostößel vor dem Wiedereinbau zerlegt, gereinigt und mit neuem Öl befüllt.
Nach dem Abschaben der alten ZKD-Reste vom Motorblock mit einer Cutter-Messer-Klinge, dem Einbau einer neuen Wasserpumpe und dem Einschlagen eines neuen Simmerrings an der Vorderseite der Kurbelwelle, durfte der neue Kopf auch schon ins Auto.
Kurz darauf, nach kurzer Kaffee-Pause, folgte die Endmontage, begonnen mit dem Anbau der Nockenwellenräder und dem Auflegen des neuen Zahnriemens... Alle restlichen Arbeiten gingen dann in umgekehrter Reihenfolge wie beim Ausbau von statten.
Heute, 4-5 Wochen und gut 1.200 km später, läuft der Motor seidenweiche und ruhig vor sich hin und ist bis dato auch noch nicht wieder inkontinent.
Fehlt eigentlich nur noch der neue Ventildeckel, der noch auf seine Lackierung wartet ;-)
Grüße aus Burgdorf/Thune
Jan & Eike